Workshop zur Vorbereitung auf Gedenkstättenfahrt nach Auschwitz

Am 28. und 29. Januar 2019 nahmen 50 Schülerinnen und Schüler der elften und zwölften Jahrgangsstufe des Marianne-Weber-Gymnasiums sowie des Gymnasiums Barntrup an einem  Workshop zur  Vorbereitung auf eine Gedenkstättenfahrt nach Auschwitz in April diesen Jahres teil. Die Teilnehmer einer freiwilligen Arbeitsgemeinschaft unter Leitung der Lehrerin Magdalena Botterbusch setzten sich dabei mit der Ausgrenzung und Vernichtung der jüdischen Bevölkerung in Deutschland zur Zeit des Nationalsozialismus auseinander und begaben sich insbesondere auf Spurensuche  in Lemgo. Bei einem Stadtrundgang mit der Stadtführerin Liesel Kochsiek-Jakobfeuerborn erkundeten sie Spuren jüdischen Lebens in Lemgo anhand von Stolpersteinen und besuchten auch die Dauerausstellung im Frenkelhaus, dem Familienhaus von Lemgos Ehrenbürgerin Karla Raveh. Bei Recherchen im Stadtarchiv wurde die systematische Judenverfolgung als lokales Phänomen der NS-Zeit vermittelt und mit authentischen, zeitgenössischen Dokumenten näher gebracht. Hier ließ sich auch die Frage nach dem Todesdatum von Uriel Frenkel beantworten: Nach Kriegsende wurde bei mutmaßlich in Konzentrationslagern Ermordeten das Kriegsende als pauschales Todesdatum eingetragen – der 8. Mai 1945, der Tag der Befreiung von den Nazis.

Im April begeben sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer dann auf eine Gedenkfahrt, auf der neben der Erkundung von Spuren jüdischen Lebens in Krakau ein Besuch der Gedenkstätte des ehemaligen Konzentrationslagers Auschwitz im Mittelpunkt steht.