MWG misst Radioaktivität in großer Höhe

Als absolute Neuheit ist ein Gammaspektrometer an Bord, das die Radioaktivität in Abhängigkeit zur Höhe ermittelt. Wassereis und ein Schokokuss fliegen mit. „Wir wollen erforschen, wie sich Lebensmittel bei minus 65 Grad in der Stratosphäre verändern“, erklärt der 17jährige Malte Senge.

Das Equipment darf nicht mehr als 1500 Gramm wiegen. Nach zweistündigem Aufstieg dehnt sich der Ballon in 40 km Höhe auf 15 Meter aus und platzt. Kameras liefern Live-Bilder vom Flug und Platzen der Hülle. Ein Flugschreiber erfasst alle Daten, wie Temperatur, Luftdruck, Flughöhe und Zeit. Die Messgeräte schweben in einer Styroporsonde am Fallschirm innerhalb einer Stunde zu Boden und werden per GPS geortet. Marcel Dierig von Stratoflight vermutet, dass die Sonde im Umkreis von 30 km in Empfang genommen werden kann. Tatsächlich konnte die Sonde mittags auf einem Feld in Hummerbruch Extertal geborgen werden. Die ersten Bildaufnahmen haben die Projektteilnehmer fasziniert. Für die Schule entstehen keine Kosten. Das rund 6000 € teure Projekt wird aus Mitteln der Bundesagentur für Arbeit und des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW gefördert. „Die Schüler werten alle Daten aus und werden zum Studium der Naturwissenschaften und Technik motiviert, hofft Thomas Mahlmann vom Zdi-Zentrum Lippe. Es gibt bereits eine Warteliste für interessierte Schulen.