Erster Preis fürs MWG

„Ansichten einer Fürstin“ – unter dieser Überschrift waren Schulen eingeladen, sich aus Anlass des 200.Todetages der Regentin an einem Wettbewerb zu beteiligen, den das Lippische Landesmuseum Detmold und das Schulreferat der Lippischen Landeskirche ausgelobt haben. Dabei war auch unser MWG, das sich mit seinem Beitrag den Hauptgewinn aller weiterführenden Schulen sichern konnte.

Aufgrund der Corona Pandemie gab es keine Möglichkeit, das Landesmuseum zu besuchen und sich über die aktuelle Ausstellung über Fürstin Pauline zu informieren. Die Kuratorin der Ausstellung Milena Kempkes besuchte kurzerhand Schulklassen, um über das Leben und Wirken der Fürstin zu informieren. Aus der Vielzahl der Wettbewerbsbeiträge, die aus Collagen über fiktive Tagebücher bis hin zu Videos und Audiodateien bestanden, erreichte der Religionskurs mit Abiturienten des Marianne Weber Gymnasiums unter Leitung von Katrin Schnake den ersten Platz.

Neben der Urkunde erhielt der Oberstufenkurs 300 €, die für ein soziales Projekt in Tansania gespendet werden sollen. „Wir planen eine als Schülervertretung eine Schulpartnerschaft mit der „Call&Vision Sekundarschule“ in Tansania, um das Schulgeld für arme Kinder zu finanzieren, erläutert unsere Schulsprecherin Lia Späth.

Die Jury, bestehend aus der Kunsthistorikern Milena Kempkes vom Lippischen Landesmuseum und dem Schulreferenten der Lippischen Landeskirche, Andreas Mattke, überzeugte besonders die zur Collage umgeformte Landkarte Europas, die Lebensstationen der Fürstin Pauline festhält, die ihre Gedankenwelt prägten. Im Zentrum der Karte steht das Fürstentum Lippe, dessen Interessen Pauline nach christlichen Grundsätzen mit der Europapolitik abstimmen musste. Tonbeiträge dokumentieren ihr großes soziales Engagement und ihren Besuch bei Napoleon.

Die Arbeit entstand teilweise aus der Quarantäne einiger Schüler von zu Hause aus, berichtet Kursleiterin Katrin Schnake. „Diesen Kurs werde ich wegen seines großen Interesses ans Sinn- und Glaubensfragen sowie seiner hervorragenden Teamarbeit noch lange in Erinnerung halten“.

(T. Krügler)