Ein Gefühl, das man nie vergisst - Auschwitz Gedenkfahrt 2019

Auf dem Programm standen eine ganztägige Besichtigung des ehemaligen Vernichtungslagers Auschwitz / Birkenau sowie eine Begegnung mit einer Zeitzeugin, die als Kind das Grauen von Auschwitz überlebt hat und ergreifend von ihren Erlebnissen berichten konnte. Weiterhin auf dem Programm standen eine beeindruckende Führung durch das ehemalige jüdische Viertel „Kazimierz“, bei der die SuS viel Interessantes über das vielfältige jüdische Leben und die jüdische Kultur in Krakau vor dem Zweiten Weltkrieg erfahren durften.

Neben einem Besuch der berühmten Remuh-Synagoge und des jüdischen Friedhofs konnten sie auch originale Drehplätze aus dem Film „Schindlers Liste“ betreten, den Steven Spielberg eben hier gedreht hat. Das tragische Schicksal der jüdischen Bevölkerung unter der deutschen Besatzung während des Zweiten Weltkrieges haben die SuS dann bei einer bewegenden Führung durch das ehemalige Krakauer Ghetto erfahren, das sich auf dem Gebiet des heutigen Viertels „Podgorze“ befindet. Ein weiterer Programmpunkt war aber auch die Besichtigung der wunderschönen Altstadt Krakaus mit seiner berühmten Marienkirche und dem weltbekannten Königsschloss auf dem Wawelberg. Denn nicht nur das Erinnern und die unmittelbare Konfrontation mit den Grausamkeiten des Nationalsozialismus standen im Fokus. Die SuS sollten nicht nur Eindrücke der ehemaligen Stätten der Vernichtung und Grausamkeit mit nach Hause als Erinnerung an Polen nehmen, sondern auch die andere, schöne und vielfältige Seite Krakaus und Polen kennenlernen dürfen.

Auf die Fahrt vorbereitet haben sich die Schülerinnen und Schüler im Rahmen einer Arbeitsgemeinschaft unter Anleitung von Lehrerin Magdalena Botterbusch, die die Fahrt auch organisiert und durchgeführt hat. Die bisherige Resonanz dieser freiwilligen Fahrt ist durchweg positiv und sie ist zweifelsohne ein wichtiger Beitrag zu einer Gesellschaft ohne Rassismus und Ausgrenzung.

Da die Teilnahme an einer solchen Fahrt nicht vom Portemonnaie der Eltern abhängig sein sollte wurde die Fahrt mit Landesmitteln bezuschusst. Auch der Rotary Club Lemgo hat eine kleine Spende geleistet, um die Fahrt sowie einen vorbereitenden Workshop, der mit der „Stätte der Begegnung Vlotho“ durchgeführt wurde, mit zu finanzieren.

Zur Zeit erarbeiten die Schülerinnen und Schüler noch eine Dokumentation über die Fahrt, die in Kürze hier auf der Homepage veröffentlich wird.

Artikel aus der LZ